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Heute gibt es laut einer Umfrage des "Institut für Demoskopie Allensbach (IfD)" allein in Deutschland über 5 Millionen Angler (94%) und Anglerinnen (6%), davon sind fast 1 Millionen als Mitglieder in Vereinen und Verbänden organisiert. Diese beeindruckende Zahl wird unterstützt durch eine gerade veröffentlichte Marktanalyse. So sagten mind. 8% von ca. 21.000 befragten Jugendlichen bis 14 Jahre aus, angeln zu gehen (Umfrage aus dem Jahr 2008 im Auftrag der Statista GmbH, durchgeführt vom IfD). 2% davon gaben sogar an dieses wunderschöne Hobby sehr häufig auszuüben.
Auch nimmt die Branche des Angelsports in Deutschland einen hohen wirtschaftlichen Faktor ein. So wird der jährliche Umsatz aller Sportfischerunternehmen auf ca. 6,5 Milliarden EURO geschätzt. Darüber hinaus sind mehr als 52.000 Menschen in dem Gewerbe Sport- und Freizeitfischerei tätig.
Angelsport verbindet die zumeist sportliche Aktivität mit einem Naturbewußtsein, welches bei kaum einem anderen Hobby zu finden ist. Einem waidgerechten Umgang mit dem Lebewesen Fisch kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Jeder Angelneuling, welcher spätestens im Alter zwischen 16 und 18 Jahren (kann in den einzelnen Bundesländern variieren) eine Angelprüfung zur Ausübung des Angelsports ablegen muss, wird der richtige und schonende Umgang mit den Fischen vermittelt.
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Man unterscheidet mehrere Arten im Angelsport:
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Spinnfischen:
Eine der aktivsten Arten im Angelsport. Hierbei ist der Angler mit seinem Angelgerät ständig in Bewegung. Als Köder werden zumeist künstliche Imitate verwendet, welche dem Beuteschema von Raubfischen wie Wels, Hecht, Barsch, Zander oder Forelle ähneln sollen (Gummifisch, Wobbler, Twister, Blinker, Spinner sowie diverse Tierimitate).
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Grundangeln:
Diese Technik im Angelsport ist im stationären Bereich einzuordnen. Hier wird ein Köder am Grund bzw. in Grundnähe angeboten. Sowohl Köder als auch der zu beangelnde Fisch sind hierbei nicht einzugrenzen. Die Rute liegt oder steht in dem dafür vorgesehenden Rutenständer. Ein Biss wird dann entweder durch einen elektrischen oder (wie im Bild zu sehen) durch einen eingehängten Bissanzeiger erkannt.
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Drop Shot:
Hierbei handelt es sich um eine in Deutschland neue und viel versprechende Methode des aktiven Angelsports auf Raubfische, welche aus den Vereinigten Staaten zu uns rüber geschwappt ist. Auch hier werden vornehmlich künstliche Köder eingesetzt. Ein zumeist kleiner Kunstköder wird in unregelmäßigen Zupfbewegungen langsam Richtung Ufer bzw. Standorts des Anglers eingeholt.
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Posenfischen:
Das Posenfischen ist die wohl bekannteste und gebräuchlichste Methode im Angelsport. Ein Zielfisch ist hierbei nur durch den eingesetzten Köder zu bestimmen. So können Fische von Aal bis Zander bei dieser Angeltechnik an den Haken gehen.
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Feederfischen:
Beim Feederfischen rücken Weißfische in den Mittelpunkt. Hier wird Brassen, Rotaugen oder auch Schleien nachgestellt, also allen Fischen, welche natürliche Köder wie Maden, Würmer als auch verschiedene Teigmischungen als Nahrung bevorzugen. Das Feederfischen ist stationär ausgerichtet. Hier wird der Zielfisch zumeist mittels eines Futterkorbs, welcher sich am Übergang von Hauptschnur zu Vorfach befindet, in die Nähe des Köders gelockt. Eine Feederrute hat eine sehr weiche Spitze, um auch die zaghaftesten Bisse wahrzunehmen und ein hartes Rückgrat, um den Anschlag zu setzen.
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Stippfischen:
Ähnlich wie beim Feedern werden hier vornehmlich Weißfische beangelt. Beim Stippfischen kommt meist ein sehr kleiner Haken und eine sehr dünnes Vorfach zum Einsatz. Auch hier werden natürliche Köder wie Made & Co eingesetzt. Beim Stippfischen wird wie auch beim Posenfischen ein Schwimmer/Pose verwendet.
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Fliegenfischen:
Die wohl aktivste Methode im Angelsport. Hier versucht der Angler, durch Hin- und Herschwinger der speziellen Fliegenschnur, seinen Köder (Trockenfliege, Nymphe, Streamer etc.) an eine aussichtsreiche Stellen im Gewäßer zu positionieren. Die Zielfische stammen hier meist aus der Salmoniden-Familie, aber auch Hechte, Zander sowie Barsche werden gezielt mit dieser Methode befischt.
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Karpfenangeln:
Eine sehr weit verbreitete Art im Angelsport, die sich komplett auf den Zielfisch Karpfen konzentriert. Die Angelei wird zumeist stationär ausgeübt, als Köder kommen vornehmlich Boilies, Mais, Teig oder Kartoffeln zum Einsatz.
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Brandungsfischen:
Eine Methode im Angelsport die den Küstenanglern vorbehalten ist. Hier wird Schuppenträgern wie Scholle, Dorsch, Meerforelle, Flunder etc. nachgestellt. Als Köder werden zumeist Wattwürmer und Fischfetzen verwendet. Die Meerforelle bevorzugt dabei allerdings aktivere Köder wie kleine schmale Blinker oder künstliche Fliegen.
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Kutterfischen:
Wie der Name schon verlauten lässt, eine Methode im Angelsport, welche von einem speziell hierfür ausgerüstetem Schiff ausgeübt wird. Beim Kutterfischen werden gezielt Fischgründe bestimmter Zielfischarten aufgesucht. In Deutschland wird dabei in Nord- und Ostsee meist den Arten Dorsch, Köhler, Scholle, Flunder oder Makrele nachgestellt.
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